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Spannungen auf der koreanischen Halbinsel
Clinton übt Schulterschluss mit Seoul Hillary Clinton sicherte Südkorea die Unterstützung der USA zu. US-Außenministerin Hillary Clinton hat Südkorea in der sich verschärfenden Konfrontation mit dem kommunistischen Norden die Unterstützung der USA zugesagt. "Wir werden in dieser schwierigen Stunde an ihrer Seite stehen", betonte sie.
Bei einem Kurzbesuch in Seoul warb Clinton für eine abgestimmte internationale Reaktion auf die Spannungen zwischen den beiden koreanischen Staaten. Zeitgleich warnte sie Nordkorea davor, den Konflikt eskalieren zu lassen. Vor ihren Gesprächen in Seoul hatte die US-Außenministerin mit der chinesischen Regierung, die ein enger Partner Pjöngjangs ist, über die Lage beraten. China zeigt sich bisher aber zurückhaltend.
Sorge auch in der Bundesregierung
Die Bundesregierung zeigte sich wegen des Konflikts auf der koreanischen Halbinsel "sehr besorgt". "Natürlich hat Südkorea unsere Solidarität", sagte Außenminister Guido Westerwelle am Rande einer Außenministerkonferenz der EU und des südostasiatischen Verbandes der ASEAN-Staaten in Madrid. Die Bundesregierung setze "auf eine angemessene, aber auch überlegte Reaktion der Weltgemeinschaft".
Drohungen aus Pjöngjang
Nordkorea setzte unterdessen seinen Konfrontationskurs fort, nachdem es bereits gestern angekündigt hatte, alle Beziehungen zu Südkorea "vollkommen einzufrieren". Pjöngjang teilte mit, Südkoreanern die Zufahrt zum gemeinsamen Industriepark in der Grenzstadt Kaesong zu verwehren. Dies käme einer Schließung der Sonderwirtschaftszone gleich. Das Vereinigungsministerium in Seoul teilte mit, der Norden habe bereits acht südkoreanische Vertreter aus der kapitalistischen Enklave ausgewiesen. In Kaesong arbeiten rund 42.000 Nordkoreaner für mehr als 100 südkoreanische Unternehmen.
Südkoreanische Flugzeuge und Schiffe dürfen zudem nicht mehr Nordkoreas Luftraum beziehungsweise Gewässer durchqueren.
Südkorea sieht Norden hinter "Cheosan"-Versenkung
Von der "Cheonan" ragt nur noch ein Stück des Rumpfes aus dem Wasser. (Archiv) Auch Südkorea hatte nach der Versenkung der Korvette "Cheosan" Ende März mehrere Strafmaßnahmen eingeleitet: So wurden die Propagandasendungen wiederaufgenommen und der Seeraum für Schiffen aus Nordkorea gesperrt. Für morgen hat die südkoreanische Marine ein Manöver vor der Westküste der Halbinsel angekündigt.
Südkorea macht den Norden für den Schiffsuntergang verantwortlich, bei dem Ende März 46 Marinesoldaten getötet wurden. Dabei stützt sich Seoul auf das Ergebnis einer international besetzten Untersuchungskommission, die einen Torpedoangriff als Ursache für den Untergang ausmachte. Die Führung in Pjöngjang weist jede Schuld von sich.
Kleine Demonstration in Seoul
In Seoul demonstrierte eine kleine Gruppe von Aktivisten gegen Nordkorea Während des Clinton-Besuchs forderten Demonstranten in Seoul UN-Sanktionen gegen den nördlichen Nachbarn. In einer Erklärung riefen sie China auf, Nordkorea nicht länger in Schutz zu nehmen. Die etwa 30 Teilnehmer der Kundgebung hielten gegen den nordkoreanischen Präsidenten gerichtete Spruchbänder wie "Nieder mit Kim Jong Il" und "Trefft den Norden mit Sanktionen" in die Höhe.
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