Zur Navigation | Zum Inhalt
 
2saeNetwork Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
edmund hillary gestorben (1 Leser) (1) Gäste
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 0
THEMA: edmund hillary gestorben
#1944
kwangho (Benutzer)
Expert Boarder
Beiträge: 126
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
edmund hillary gestorben geschrieben am 2008/01/11 21:07 Karma: 2  
Trauer um einen großen Abenteurer

Bergsteigerlegende Edmund Hillary gestorben

Einer der größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts, Sir Edmund Hillary, ist tot. Der Bergsteiger mit Pioniergeist starb im Alter von 88 Jahren in seiner Heimat Neuseeland. Auch in der Region rund um den Mount Everest ist die Trauer um den ersten Bezwinger des Berges groß. Die Sherpas haben einen Freund verloren.
Die Frage aller Fragen wollte er lange nicht beantworten - ob er oder sein Bergführer, der Sherpa Tensing Norgay, den Mount Everest als erster erreicht hat. "Wir kamen zusammen an", sagte Edmund Hillary immer und immer wieder. Bis Jahre später bekannt wurde, dass Hillary ein paar Schritte vor Tensing oben war. Doch für den Neuseeländer blieb der Gipfelsturm eine Gemeinschaftsleistung: "Teamwork ist sehr wichtig. Und Teamwork brachte Tensing und mich auf den Gipfel des Everest. Wir waren ein Team: Wir arbeiteten zusammen, wir lösten Probleme gemeinsam, und schließlich erreichten wir zusammen den Gipfel."
Der 29. Mai 1953 veränderte Hillarys Leben. Der 33-jährige Bienenzüchter aus Auckland wurde binnen kürzester Zeit weltberühmt, von der britischen Queen in den Adelsstand erhoben. Doch Sir Edmund ruhte sich nicht auf den Lorbeeren. "Die Besteigung des Everest war für mich eher ein Anfang als ein Ende. Es war nur eine Etappe, die zu bewältigen war. Es gab noch viel zu tun."

Ehrgeiziger Weltentdecker
Schon kurz nach dem Everest-Erfolg bestieg er 23 noch nie erreichte Gipfel. 1958 schaffte er es als dritter Mensch nach Scott und Amundsen zum Südpol. Auf Tragfügelbooten düste er später den Ganges hinauf. Edmund Hillary, ein ehrgeiziger Abenteurer und Weltentdecker – zu ehrgeizig, meinen Kritiker, stur und unsensibel sei der schlacksige Neuseeländer gewesen. Aber Hillary nutzte seinen Ruhm auch für andere: "Ich kam praktisch jedes Jahr in den Himalaya zurück – zum Bergsteigen und um Schulen zu bauen. Ich habe mich massiv um das Wohlergehen meiner Bergfreunde gekümmert, der Sherpas."
Hillarys Stiftung hat Dutzende Schulen, Krankenhäuser und Ambulanzen für die meist bitterarmen Sherpas gebaut, zudem Flugplätze und Brücken. Bis zuletzt setzte er sich für die Erhaltung der Natur im Himalaya ein. Edmund Hillary war einer der Hauptkritiker der Kommerzialisierung des Mount Everest: "Wir waren die Glücklichen damals vor 50 Jahren. Wir mussten die Felsspalten selbst überwinden, Stufen in vereiste Abhänge schlagen. Wir gingen nie in den Fußstapfen anderer Leute. Es gab keine Fußstapfen außer unseren.

Sherpas beten für Hillarys Wiedergeburt
In Nepal, wo Hillary zum Ehrenbürger ernannt wurde, beten jetzt vor allem die Sherpas in der Region um den Mount Everest für die Wiedergeburt der Bergsteigerlegende, damit er noch mehr Gutes für die Menschen tun könne, wie sie sagen. Seine Weggefährten und Freunde würdigten den 88-Jährigen als Freund Nepals, beklagten den großen Verlust für die Himalaya-Nation. Neuseelands Premierministerin Helen Clark bezeichnete den bekanntesten Neuseeländer als Koloss und heldenhafte Figur. Hillary habe ein Leben voller Hingabe, Bescheidenheit und Großmut geführt.

Von Christoph Heinzle, ARD-Hörfunkstudio Südasien
 
Moderator informieren   Gespeichert Gespeichert  
  Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoard