Frank (Benutzer)
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Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/18 10:31
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Weiss jemand mehr von dem koreanischen Killer in Virgina? Das ist ja eine sehr traurige Geschichte.
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chkim81 (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/18 10:46
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Der Amokläufer hieß Cho Seung-Hui und war ein mit seiner Familie nach Amerika ausgewanderter Koreaner. Er war ein Einzelgänger und war vorher schon wegen seiner morbiden Theaterstücke, die er geschrieben hat, aufgefallen. Wichtig ist es nun zu erfahren, warum er das getan hat. Ich hoffe, dass nun nicht jeder in einem "normalen" Koreaner einen Killer sieht  Post geändert von: chkim81, am: 18/04/2007 10:59
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kwangho (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/18 13:25
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wuerd eher sagen... die liste wird groesser. nun sind wir nicht nur schiessende ladenbesitzer (wie in los angeles in den 80er), bankraeuber (hier in hamburg... vor nicht allzu langer zeit), sondern auch noch amokschuetzen mit nem bisherigen traurigem rekord.
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kwangho (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/18 21:14
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Südkorea: Reaktionen auf den Amoklauf
Koreaner diskutieren Konsequenzen des Amoklaufs Weltweit hat der Amoklauf von Blacksburg erneut Diskussionen um Waffengesetze und die Psyche von Amokläufern ausgelöst. In Südkorea beschäftigen sich Politik, Medien und die Menschen allerdings auch intensiv mit der Tatsache, dass der Todesschütze ein Landsmann war. Die Morde von Blacksburg haben Südkorea bestürzt und geschockt. Die Regierung kam am Morgen zu einer Sondersitzung zusammen. Präsident Roh Moo Hyun zeigte sich betroffen darüber, dass der Urheber des Massakers ein Landsmann war. Nach Angaben des Präsidialamtes kondolierte Roh den Angehörigen der Opfer und dem gesamten Volk der USA. Auch die südkoreanischen Medien beschäftigten sich intensiv mit der Tatsache, dass der Täter ein gebürtiger Südkoreaner war. Als ob man die Härte dieser Tatsache für die eigene Volksseele abmildern wollte, wurde häufig betont, dass auch unter den Opfern ein Südkoreaner gewesen sei - der Ingenieursstudent Park Chang-min, der in den Arm geschossen wurde. Der 23-jährige Täter Cho Sung-hi war vor 14 Jahren in die USA umgezogen und besaß eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung, hatte seinen koreanischen Pass aber behalten.
Stimmen aus der Bevölkerung Eine Südkoreanerin meinte: "Ich bin erschrocken darüber, dass es ein Koreaner war. Warum hat er das bloß getan?" Die Nationalität des Täters sei gar nicht wichtig, behauptet hingegen ein Mann: "Auch wenn er Koreaner war, muss man wohl davon ausgehen, dass er ein psychisches Problem hatte." Ein anderer vermutete ebenfalls mentale Schwierigkeiten: "Der Täter hat auf die Gesellschaft geschossen, weil er die Gesellschaft als seinen Feind betrachtet hat."
Vorkehrungen gegen "rassistische Spannungen" getroffen Eine Frau fürchtet Konsequenzen für die in den USA lebenden Koreaner: "Unglücklicherweise ist der Täter ein Koreaner. Das könnte auch eine schlechte Nachricht für die Koreaner in den USA sein." Sie war heute nicht die Einzige, die befürchtete, wegen des Massakers könnte es zu Racheakten gegen die koreanische Gemeinde in den USA kommen. Das Außenministerium in Seoul will deshalb nichts dem Zufall überlassen. Ein Sprecher erklärte im südkoreanischen Fernsehen, in den USA seien für alle Eventualitäten Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Man wolle verhindern, dass die Tragödie zu "einem ethnischen Problem" werde und "rassistische Spannungen" verursache.
Rege Diskussion auf der Website des Präsidenten Im südkoreanischen Internet diskutierten die Menschen unterdessen, ob Südkorea für das Massaker mitverantwortlich sei. Bei einem Chat auf der Webseite des Präsidenten forderte ein User, Korea müsse die Opfer des Massakers und ihre Angehörigen finanziell entschädigen. Ein anderer meinte, Südkorea solle das Gebäude, in dem sich das Massaker abspielte, abreißen und neu bauen lassen. Nicht alle Chatter teilten diese Meinung. Einer befürchtete, jeder Südkoreaner würde künftig als potentieller Killer angesehen. Wieder ein anderer meinte, es handele sich lediglich um die Tat eines kranken Einzelnen und nicht eines ganzen Volkes.
quelle: tagesschau
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chkim81 (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/19 15:05
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kwangho schrieb: Wieder ein anderer meinte, es handele sich lediglich um die Tat eines kranken Einzelnen und nicht eines ganzen Volkes.
Das ist ein sehr guter Satz, dessen Meinung ich auch vertrete und den ich den Leuten sagen kann, die mich darauf ansprechen.
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kwangho (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/19 15:16
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peinlich, dass dich leute ueberhaupt darauf ansprechen.. weil sie eine antwort erhoffen?!? als ob alle amis ne antwort auf jeffrey dahmer haetten...
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chkim81 (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/19 15:30
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Nee, das nicht, aber man hört dann sowas wie: "Hey, hast von dem Amoklauf gehört ? Soll ja ein Koreaner gewesen sein." Und dann weiß man natürlich erstmal nicht was man sagen soll 
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chkim81 (Benutzer)
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Re:Amok-Killer in Virgina geschrieben am 2007/04/21 13:12
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Ein weiterer Artikel von Spiegelonline:
FAMILIE DES AMOKLÄUFERS
"Er hat die Welt zum Weinen gebracht" Erstmals hat sich ein Familienmitglied des Amokläufers von Blacksburg öffentlich zu dessen Mordtat geäußert. Die Familie, so Chos Schwester Sun-Kyung Cho, durchlebe einen Alptraum. Der Aufenthaltsort der Familie wird seit dem Massaker geheim gehalten, um Racheakte zu verhindern.
Blacksburg - Die Familie des Amokläufers von Blacksburg hat sich zutiefst betroffen über das schwerste Massaker in der amerikanischen Kriminalgeschichte geäußert. Sie fühle sich "hoffnungslos, hilflos und verloren", ließ die Schwester des Amokläufers Seung-Hui Cho, Sun-Kyung Cho, am Freitag der Nachrichtenagentur AP übermitteln.
Cho wandte sich nicht direkt an die Medien, sondern ließ Wade Smith, den Anwalt der Familie, ein Schreiben verlesen. Der Aufenthaltsort der Familie wird seit dem Massaker von Blacksburg geheim gehalten. Laut Director Joe Persichini, Leiter des Washingtoner Büros des FBI, stehe die Bundesbehörde in "häufigen Kontakt" mit der Familie, habe diese aber nicht in Schutzhaft genommen. Angeblich ist die Familie bei Freunden und Verwandten untergekommen.
Seung-Hui Cho hatte am Montag in der Technischen Hochschule Virginias 32 Menschen erschossen, bevor er sich selbst das Leben nahm. "Unsere Familie bedauert zutiefst meines Bruders entsetzliche Taten", schrieb nun Sung-Kyung Cho, die in einem Unternehmen arbeitet, das im Auftrag des US-Außenministeriums US-Hilfe für den Irak beaufsichtigt. "Er hat die Welt zum Weinen gebracht. Wir durchleben einen Alptraum", ließ sie "im Namen der Familie" ausrichten. "Es ist eine schreckliche Tragödie für uns alle."
Die Familie bete für die Hinterbliebenen, für die Verletzten und für die Augenzeugen und Überlebenden, deren Leben durch Chos Taten für immer verändert worden sei. Ihr Bruder habe eine "furchtbare und sinnlose Tat" begangen.
Die Nachricht wurde im Rahmen einer Gedenkveranstaltung übermittelt. Mit einer Schweigeminute gedachten am Freitag Hunderte Studenten und Anwohner der Hochschule Virginia Tech der Opfer des Amoklaufs. In den ganzen USA läuteten Kirchenglocken. Dem Gedenken und der Schweigeminute schlossen sich auch Menschen in Colorado an, die dort des Massakers an der Columbine Highschool in Littleton gedachten, wo vor genau acht Jahren am 20. April 1999 zwei Schüler 13 Menschen und sich selbst bei einem Amoklauf erschossen hatten.
Noch während der Veranstaltung äußerten sich Hinterbliebene der Opfer. Wendy Adams, deren Nichte Leslie Sherman bei dem Amoklauf getötet wurde, machte klar, dass sie dem Täter nicht vergeben könne. "Aber die Familie tut mir leid."
"Es ist offensichtlich, dass die Familie mit der ganzen Welt trauert", sagte Larry Hincker, Sprecher der Virginia Tech.
Während der Tatverlauf inzwischen weitgehend geklärt ist und auch Chos Krankengeschichte inzwischen offen gelegt ist, geht die Untersuchung weiter. Cho war vor rund einem Jahr in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden, weil er zu diesem Zeitpunkt eine Bedrohung für sich selbst dargestellt habe. Unklar bleibt, was genau seinen Amoklauf ausgelöst hatte, warum er sich unbedingt das Norris-Gebäude, in dem Ingenieure ausgebildet wurden, zum Ziel genommen hatte (er selbst studierte Englisch), wie genau seine Motive ausgesehen hatten. "Wir tun, was immer wir können, um den Behörden bei der Aufklärung dieser sinnlosen Taten zu helfen", heißt es dazu in dem Statement der Schwester. "Wir haben selbst viele unbeantwortete Fragen."
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