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Neue Eiszeit zwischen Nord- und Südkorea Nordkorea hat alle Beziehungen zu Südkorea für "vollkommen eingefroren" erklärt. Alle Kommunikationsverbindungen würden gekappt und südkoreanisches Personal im gemeinsamen Industriepark in der Grenzstadt Kaesong des Landes verwiesen, teilte das "Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas" in Pjöngjang mit. Dort arbeiten rund 42.000 Nordkoreaner für mehr als 100 südkoreanische Unternehmen.
Außerdem werde eine Vereinbarung über "Nicht-Aggression zwischen dem Norden und dem Süden" aufgehoben. Auch dürfen südkoreanische Flugzeuge und Schiffe nicht mehr Nordkoreas Luftraum beziehungsweise Gewässer durchqueren.
Manöver zur U-Boot-Abwehr geplant
Von der "Cheonan" ragt nur noch ein Stück des Rumpfes aus dem Wasser. (Archiv) Mit der Erklärung des Gremiums - einer Organisation der regierenden Arbeiterpartei - reagierte Nordkorea auf die Strafmaßnahmen, die der Süden am Vortag gegen Pjöngjang als Vergeltung für den Torpedo-Angriff auf die Korvette "Cheonan" beschlossen hatte. Südkorea macht den Norden für den Schiffsuntergang verantwortlich, bei dem Ende März 46 Marinesoldaten getötet wurden. Dabei stützt sich Südkorea auf Untersuchungen eines internationalen Expertenteams. Nordkorea bestreitet, das Schiff versenkt zu haben.
Als Reaktion auf die Versenkung der "Cheonan" hatten US-Verteidigungsministerium und die südkoreanische Marine zwei gemeinsame Manöver zur U-Boot-Abwehr angekündigt. Zudem plant die südkoreanische Armee planen bereits für diesen Donnerstag eigene Übungen vor der Westküste der Halbinsel.
Nordkoreas Armee in Bereitschaft?
Zuvor hatte eine Gruppe von nordkoreanischen Überläufern in Südkorea behauptet, dass Nordkorea seine Armee in Kampfbereitschaft versetzt habe. Nach Angaben der Gruppe "Solidarität Nordkoreanischer Intellektueller" sei der Befehl bereits in der vergangenen Woche gegeben worden. Sie beruft sich dabei auf ungenannte Informanten in Nordkorea. Eine Bestätigung für die Angaben gab es von der Regierung in Seoul nicht.
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