Cross Chamber Orchestra / Niklas Schmidt, Cello

Interkultureller
Dialog für Frieden und Freiheit: Das Cross Chamber Orchestra und Niklas Schmidt
gedenken Isang Yuns
Der
1995 in Berlin verstorbene koreanische Komponist Isang Yun wäre dieses Jahr 90
Jahre alt geworden. Zu Ehren des Komponisten, der sich für Frieden und
Völkerverständigung einsetzte, spielt das Cross
Chamber Orchestra am 30. März „Colloîdes sonores“. Yun, der in seiner
Heimat politisch verfolgt wurde, war von 1974 bis 1985 Professor an der
Hochschule der Künste in Berlin – wie er leben auch die Musiker des
koreanischen Ensembles zum Teil schon viele Jahre in Deutschland. Sie
präsentieren zusammen mit dem Cellisten Niklas Schmidt ein länder- und epochenübergreifendes
Programm in der Laeiszhalle: ein vielseitiges und unterhaltsames Potpouri mit
Kompositionen aus Asien, Amerika und Europa vom 17. Jahrhundert bis in die
Gegenwart, darunter das alte katalanische Volkslied Cant dell Ocells, das in der
Bearbeitung von Pablo Casals als Hymne an die Freiheit bekannt wurde. Der
katalanische Cellist, Komponist und Dirigent führte das Stück 1971 auf, nachdem
ihm die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Friedensmedaille überreicht
hatte.
Das
Cross Chamber Orchestra wurde im Jahr 2000 von fünf jungen koreanischen
Musikern in Köln ins Leben gerufen. Der Cellist und Dirigent Jin Daniel Suh ist Gründer und Leiter
des Orchesters, das sich von einem Kammermusikensemble in flexibler Besetzung
2005 zu einem Kammerorchester formierte. Suh wurde 1975 in Seoul geboren. Als
Cellist gewann er im Jahr 2000 den größten nationalen Musikwettbewerb in Korea
und wurde 2005 vom südkoreanischen Dirigenten Myung-Whun Chung als einer der
fünf besten Nachwuchsdirigenten ausgewählt.
Niklas Schmidt wurde 2005 Leiter des neugegründeten Master-Studiengangs
Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Der Kölner
Cellist gründete 1980 das Trio Fontenay, mit dem er viele renommierte
Musikwettbewerbe gewann und zahlreiche CDs einspielte, die nationale und
internationale Auszeichnungen erhielten. Eine besondere Ehre war für die drei
Musiker die Ernennung des Ensembles zum „Trio en Résidence au Châtelet“ in
Paris. Niklas Schmidt verließ 1997 die Gruppe und rief zwei Jahre später in
Hamburg eine erfolgreiche Kammermusikreihe ins Leben: Mittlerweile schon in der
achten Saison präsentieren hochrangige Ensembles Werke zeitgenössischer
Komponisten im Mozartsaal. Niklas Schmidt spielt auf einem Rogeri-Cello
(Brescia) aus dem Jahre 1700.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento in F-Dur KV 138
Isang Yun Colloîdes
sonores
Francois Couperin / Paul Bazelaire Pièces en concert für Violoncello und
Orchester
Pablo Casals Cant
dell Ocell für Violoncello und Streichorchester
Luigi Boccherini Konzert
für Violoncello und Orchester B-Dur
Samuel Barber Adagio
for Strings Op. 11
Carl Nielsen Little
Suite Op. 1
Karten sind für 12 (erm. 7) Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich sowie an der Abendkasse.
Telefonische Reservierung unter 040-29 88 35 47.
Am
31. März um 16 Uhr gibt das Cross Chamber Orchestra außerdem in Kiel in der
alten Petrus Kirche ein Konzert für behinderte Menschen. Der Eintritt ist frei.
Mehr Infos gibt es unter: http://www.crosschamber.eu
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